Graz Museum: Frauen in der Nachkriegszeit

08.03.2026
Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz
Kostenlos
Führung am Internationalen Frauentag. Frauen kam im Graz der Nachkriegszeit eine besondere Bedeutung zu. Die Jahre ab 1945 waren geprägt von Lebensmittel- und Medikamentenknappheit, Mangelernährung und Wohnungsnot. In erster Linie waren es Frauen, die Haushalte und Ernährung der Familien mit Kreativität und Beharrlichkeit managten. In den 1950er- und 60er-Jahren wurden sie auch vermehrt zur gesellschaftspolitischen und popkulturellen Projektionsfläche in einer nach wie vor männlich dominierten Gesellschaft. Frauen waren aber auch politisch, wirtschaftlich, intellektuell, künstlerisch und am Arbeitsmarkt aktiv. Rundgang durch die Ausstellung "Ins Ungewisse. Graz von 1945-1965" fokussiert auf das Leben von Frauen im Graz dieser Zeit, auf Rollen, aber auch Rollenbilder und -zuschreibungen.
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Graz Museum: Frauen in der Nachkriegszeit
© Werbung für Bodenbeläge und Teppiche, Litega, 1952, Steiermärkisches Landesarchiv
08.03.2026

Zur Ausstellung Ins Ungewisse. Graz 1945-1965

 

Als der Krieg am 8. Mai 1945 in Graz endete, blieb vieles ungewiss. Die NS-Herrschaft und der Krieg hatten nicht nur eine beschädigte Stadt, sondern auch ein gesellschaftliches und politisches Trümmerfeld hinterlassen. Der Wiederaufbau betraf dahingehend neben den zerstörten Gebäuden ebenso die Entwicklung von Zukunftsvertrauen und neuen Werten.
Welche Schritte waren in einer Grazer Nachkriegsgesellschaft zu setzen, in der es zunächst um existenzielle Fragen ging? Menschen blieben und kamen, sie warteten, handelten und hofften inmitten von Trümmern und Möglichkeiten.

 

Die beiden Dekaden von 1945 bis 1965 zeigten: Etwas Neues begann. Nicht plötzlich und geradlinig, aber allmählich und nachhaltig. Es gelang, eine demokratische Gesellschaft nebst ungeahntem Wohlstand zu schaffen. Die Ausstellung folgt diesen Spuren: Sie erzählt vom Neuanfang in Graz, sie lässt Menschen zu Wort kommen, die zu dieser Zeit gelebt und gewirkt haben. Ihre ausgewählten Biografien führen zurück in die Ungewissheit und zeigen ihre individuellen Wege auf.
Die Ausstellung lädt zum Innehalten und zum Zuhören ein: über das, was war und was daraus wurde. Und am Ende steht nicht die Antwort, sondern das Weiterfragen.

 

Kurator*innen: Bernhard Bachinger, Annette Rainer
Projektleitung: Franziska Schurig
Kuratorische Assistenz: Stefanie Pöschl, Isabella Persoglio
Geruchsreise: Isolde Tomann
Ausstellungsgestaltung & -grafik: Benedikt Haid, Martin Embacher

Graz Museum: Frauen in der Nachkriegszeit
08.03.2026
Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz
Kostenlos
Keine Anmeldung erforderlich
Graz Museum: Frauen in der Nachkriegszeit
08.03.2026, 15:00 Uhr
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