Theater Kaendace: Queen Lear

01.10.2020
ARTist’s, Schützgasse 16, 8020 Graz
€18,00
Ein explosiver Familiencocktail interpretiert in emotionaler Schräglage. Das versuchte Zusammenleben dreier Generationen in einem Haus, das der dementen Großmutter Queen Lear durch Überschreibung auf ihre Kinder nicht mehr  und ihrem Sohn und dessen Frau und Tochter noch nicht wirklich gehört, gerät bald zur Überforderung. Mit der eingegangenen Verpflichtung zur Pflege der Großmutter und der Verantwortung für die eigene junge Familie, mutiert das Terrain zum Boxring. Midlifecrisis, Pubertät, Wechseljahre und das Versinken in Demenz führen zu fights zwischen den Familienmitgliedern. Am Ende steht das knock out für Queen Lear – abgeschoben ins Heim am Lebensabend. Ein Stück für Menschen von 12 – 99 Jahren, welches das Verständnis füreinander und das Gespräch zwischen den Generationen anregen soll.   Weitere Vorstellungen 2.,3.,7.,9.,10.,12.,13.,14. Oktober 2020. Die Kulturlots*innen-Ermäßigung gilt für alle Termine. Buch: Christine TeichmannRegie, Bühne: Alexander MittererLichtdesign, Technik: Nina Ortner Queen Lear: Roswitha SoukupJakob, ältester Sohn: Michael BrantnerMagda, seine Frau: Tessa GasserAlina, deren Tochter: Lisa RohrerPeter, mittlerer Sohn: Alexander  MittererKatharina, Tochter: Christine Teichmann  Queen Lear  beschäftigt sich intensiv mit dem Zusammenleben der Generationen, der Rolle der (insbesondere älteren) Frau und den Verantwortlichkeiten der Gesellschaft für Pflege und Betreuung, die vermehrt aus dem familiären Kontext in die Öffentlichkeit auslagert werden. Queen Lear bezieht sich dabei auf die Grundproblematik des Shakespearschen „King Lear“, der Überprüfung des Wahrheitsgehalts von Kinderliebe anhand ihrer Taten. Die Witwe Queen Lear, Jahrgang 1935, hat das Haus ihren Söhnen überschrieben, in der Hoffnung, von ihnen bis zum Ableben versorgt und  gepflegt zu werden. Ihre Tochter hat diese Lösung als nicht zumutbar empfunden und auf das Erbe verzichtet. Als der älteste Sohn nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes mit seiner Familie tatsächlich einzieht, verliert Queen Lear mehr und mehr an eigenem, selbstbestimmten Lebensraum. Die Schwiegertochter übernimmt die Pflege und fühlt sich damit  schon bald überfordert und in ihrem eigenen
01.10.2020